Brandmale

Inhalt

Brandmale sind unsichtbare Verstümmelungen unserer Seele,
Brandmale sind sichtbare Zeichen schmerzhafter Erinnerungen auf unserer Haut,
Brandmale sind frische Narben in unserer Stadt,
Brandmale sind flammende Zerstörungen unserer Heimat,
Brandmale sind offene Wunden unserer Welt.

 

Wir Menschen hinterlassen Spuren – bei uns selbst, bei anderen Menschen und in unserer Umwelt. Diese Spuren können ebenso blühende Landschaften, wie auch flammende Verwüstung hinterlassen. Die zerstörerischen Mechanismen aus Angst, Hass und Verletzung finden sich in jeder Gesellschat. Sie zwingen einen ganzen Kontinent zur Flucht, halten wie in Nordkorea ganze Länder gefangen oder setzen im Nahen Osten eine ganze Region in Flammen. Sie kontrollieren unser Handeln und belasten unsere Beziehungen zu anderen Menschen. Wie können wir diesen Kreislauf der Gewalt durchbrechen? Wo können wir die Kraft zur Vergebung hernehmen? Und: können wir das überhaupt, oder sind wir auf ewig Geiseln unserer eigenen zerstörerischen Triebe?

Das Theaterprojekt „Brandmale“ geht auf die Suche nach jenen schmerzhaften Brandspuren, die auf unserer Seele, unserem Körper, unserer Heimat und unserer Welt hinterlassen wurden. Wir werden uns mit den geistigen Brandstiftern, den Tätern und den Opfern von Fremdenfeindlichkeit, Terror und Krieg auseinandersetzen und immer wieder die Frage nach dem „Warum“ aufwerfen.

ab 13 Jahren

Ensemble

Mit

Aline Annessy
Katja Araújo Botelho
Asena Baykal
Fabian Bauer
Finn Cam
Keagan Ceasar
Serafina Kuhl
Julia Nau
Lisa Sadlowski

Regie

Christoph Stec
Jan-Marco Schmitz

Choreografie

Gabriela Tarcha
Emily Welther

Kostüme

Marie Stute

Stimmbildung

Corinna Elling-Audersch

Premiere

5. Juni 2014, Theater Solingen, Studiobühne

Hintergrund

Wir sind ein Teil der Erde und sie ist ein Teil von uns. 

Wir alle gehören zur gleichen Familie. Oder sind wir verschiedene Rassen? Unsere Kinder spielen nicht zusammen und unsere Alten erzählen nicht die gleichen Geschichten. 

Und doch teilen wir alle den selben Atem. Tier, Baum und Mensch. Wir teilen alle den selben Atem. 

Alle Dinge sind miteinander verbunden. Was die Erde befällt, befällt auch alles, was auf ihr lebt. Alles ist verbunden. Wenn wir Krieg führen kann kein Volk gewinnen und keines untergehen. 

Was untergeht ist der Mensch, nichts anderes.

Niemand kann der gemeinsamen Bestimmung entgehen. Vielleicht sind wir also doch Brüder und Schwestern. Auch wenn das Einzige, was uns verbindet, der Wunsch ist so zu leben wie wir es erträumen.

nach: Häuptling Seattles Rede. Lamuv, Göttingen 1996

Pressespiegel

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